Liebe Gemeindeglieder liebe Besucher deiser Webseite,

 

 

dieses Jahr ist alles anders: Keine Weihnachtsmärkte, keine Weihnachtsfeiern und um die weitere Ausbreitung von Corona zu verhindern auch keine Präsenzgottesdienste während des Lockdowns. Zumindest die Weihnachtsdeko- und beleuchtung ist vor und in manchen Häusern zu sehen, weil sich die Menschen die Weihnachtsfreude nicht nehmen lassen wollen.

 

Aber so richtig ist einem nach Feiern auch gar nicht zumute angesichts dieser schrecklichen Krankheit, die schon so viele Menschen das Leben gekostet hat. Und selbst die, die sie überlebt haben, haben doch unter den Folgen arg zu kämpfen. Wo man auch im Moment hingeht und wen man auch immer trifft: Die Angst zieht immer mit und lässt uns die Menschen in unserer Nähe mit kritischem Blick betrachten.

 

Eigentlich torpediert dieser Virus alles, was uns so wichtig ist und unsere Seele stärkt: Die Gemeinschaft, das Aufeinanderzugehen, das Leben miteinander und füreinander.

 

Sie finden auf der Rückseite die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium mit der Weihnachtsbotschaft der Engel. Auch in dieser ungewöhnlichen Zeit mag sie uns hindurchtragen:

 

 „Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren.“

 

Die Freude ist noch nicht vollkommen, sie wird zumindest immer wieder getrübt durch all das, was uns traurig werden lässt.  Aber da ist eine Hoffnung, die wir in uns tragen, dass diese Freude Wirklichkeit wird. Das, was uns Freude bringen soll, hat schon begonnen, und es wird sich auch durch solch einen Virus nicht für immer aufhalten lassen. Vom Frieden auf Erden können wir manchmal nur träumen, weil wir Menschen es kaum schaffen Frieden zu gestalten und zu wahren. Und trotzdem wollen und werden wir die Hoffnung nicht aufgeben – und das lässt uns auch im tiefsten Dunkel zuversichtlich nach vorne schauen. So lästig die Beschränkungen im Moment auch sind, sie sollen helfen, dass wir bald wieder Freude erleben können. Wir brauchen Kraft, um durch diese schwere Zeit zu kommen, die schon viel länger dauert, als uns lieb ist, und uns Einiges abverlangt. Wir hoffen es gelingt nicht nachzulassen in der Erwartung, dass Erlösung aus dieser schweren Zeit möglich ist und dass wir Licht sehen am Ende dieser dunklen Zeit.

 

Dankbar erleben wir trotzdem Momente, wo wir einander näher kommen und Begegnung geschieht - trotz aller Sorgen und Ängste und Abstandsregelungen. Wo wir spüren, dass doch noch Gemeinschaft möglich ist, wo  wir Zeichen erkennen von Zuspruch und Trost, Ermutigung und Unterstützung - trotz allem, was uns im Moment zwingt, Abstand zu wahren und Kontakte zu reduzieren. Die Liebe Gottes zu uns soll uns tragen und uns helfen. Auch jedes Zeichen der Liebe und der Hoffnung, das wir anderen geben in dieser schweren Zeit, es hilft uns und anderen und mag uns trösten, bis diese schwere Krise vorüber ist…

 

So wünschen wir Ihnen und Euch allen trotzdem eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Wechsel ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund und behütet. Und möge die Freude wieder Raum greifen in Ihren Herzen. Gott segne Sie.

 

 

 

Ihre Pastoren Torsten Wessel und Oliver Opitz